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Borreliose

Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Krankheit, die Menschen und Tiere treffen kann. Bei den domestizierten Tieren sind vor allem Hunde, Pferde und Rinder betroffen. Die Folgen sind Gelenksprobleme, Fieber und Lahmheit.

Übertragung durch Zecken und Insekten
Hauptüberträger ist die weit verbreitete Zecke "Ixodes Ricinus". Borrelien wurden aber mittlerweile schon in Insekten, Mücken und Fliegen nachgewiesen. Ebenso wurden die Bakterien aus der Muttermilch von Hunden, Rindern und Mäusen isoliert. Die Bakterien können auch über die  Gebärmutter und über Körpersäfte von einem Individuum auf das andere übertragen werden.

In den USA entdeckt
Die Erreger der Borreliose sind winzig kleine Bakterien - "Borrelia burgdorferi" - die wie Korkenzieher (Spirochäten) aussehen. Benannt nach dem Entdecker Burgdorfer, der als erster dieses Bakterium Anfang der siebziger Jahre in der Umgebung der Stadt Lyme in Connecticut, USA, aus der Zecke isolieren konnte. Daher gilt auch der Name Lyme-Borreliose (Lymekrankheit).  

Viele Abarten
Von der "Borrelia burgdorferi" existieren mittlerweile viele Abarten, zumindest drei genetische Linien. In Amerika wird am häufigsten die "Borrelia burdorferi sensu stricto" beobachtet. In Europa gibt es mehrere Abarten.

Erreger von Mäusen
Zecken holen sich den Erreger bevorzugt bei Wald- und Wühlmäusen. Diese dienen als Reservoir für die Bakterien, wobei die Mäuse selbst nicht an Borreliose erkranken. Die Zecke nimmt den Erreger schon in sehr frühen Entwicklungsstadien auf. Zecken brauchen im Laufe ihrer Entwicklung von der Larve über die Nymphe bis zur ausgewachsenen Zecke drei Blutmahlzeiten.

 

© WoGi- fotolia.com


   
Blut als Träger
Hat sich eine infizierte Zecke angesaugt, wandern die Erreger aus dem Mitteldarm der Zecke in die Speicheldrüse. Die Erreger werden während der Blutmahlzeit aktiviert. Beim Saugen injiziert die Zecke den Speichel in die Haut des Wirtes. Je länger die Zecke saugt, desto größer wird das Infektionsrisiko. Neueste Untersuchungen belegen, dass die Infektion erst 48 Stunden nach dem Ansaugen der Zecke erfolgt.  

Das Frühstadium
Am Anfang einer Borreliose zeigen die Hunde keine markanten Symptome. Nur Mattigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit, alles Zeichen, wie sie bei jedem grippalen Infekt  auch vorkommen. Die deutliche Hautrötung (Erythema migrans) um die Bissstelle, wie sie beim Menschen vorkommt, sieht man bei Tieren nicht.

Stadium zwei:
Wochen bis Monate nach der Infektion: Die Bakterien siedeln sich über die Blutbahn in verschiedenen Körperteilen an. Besonders begehrt sind die gut durchbluteten Gelenke, Muskel, Sehnen und Bänder. Aber auch Nerven mit unerträglichen Schmerzen durch Neuralgien, vor allem in der Nacht. Lähmungserscheinungen sind auch keine Seltenheit.

Die Symptome
Die Symptome entwickeln sich zwei bis fünf Monate nach einem Biss mit einer infizierten Zecke. Mit leichten Lahmheiten, die innerhalb von zwei bis vier Tagen zunehmen, dann wieder verschwinden. Hauptsächlich betroffen sind: Ellbogen, Kniegelenk, Karpalgelenk.  Ähnliches wie grippaler Infekt: Die meisten der Tiere zeigen erhöhte Körpertemperaturen von 39,5 bis 40 Grad und teilnahmsloses Verhalten. Also ähnliche Krankheitszeichen, wie man sie von einem grippalen Infekt kennt. In einigen Verlaufsformen können aber Nervensystem, Herz, Nieren und andere Organe geschädigt werden. Nach dem Abklingen der Lahmheit entwickeln die Tiere Lahmheits–Schübe die im Abstand von zwei bis vier Wochen nach dem vorausgegangenen Lahmheitsschub auftreten. Dabei sind oft andere Gelenke betroffen.

Komplikationen

  • Hirnhaut-  und Nervenwurzelerkrankungen
  • Gesichtsnervlähmungen
  • Nervenentzündungen
  • Nierenschädigungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Augenschädigungen  

Stadium drei:
Dieses Stadium tritt Monate bis Jahre nach einer Infektion auf. Die Anzeichen einer chronischen Borreliose sind: 

  • Rheumatische Beschwerden
  • Chronische Gelenksbeschwerden
  • Chronische Muskelentzündungen
  • Degenerative Hauterkrankungen mit Blaufärbung und Hautverdünnung
  • Die Haut nimmt ein pergamentförmiges Aussehen an
  • Chronische Hirnhautentzündung 

Nicht jede Borreliose nimmt einen schlimmen Verlauf. Nur der geringste Teil der Borreliose-Infektionen führt zu üblen Verlaufsformen. Etwa 20 Prozent der Infizierten entwickeln überhaupt Krankheitszeichen. Das Immunsystem besiegt die Borrelien früher oder später.

Dennoch: Gegen Borrelien gibt es keine vollständige Immunität. Man kann sich mehrfach infizieren und auch mehrere Borreliosen verschiedener Spezies gleichzeitig haben.

Antikörpernachweis durch Test
Dieser Nachweis hat den Nachteil, dass der Körper für die Produktion von Antikörpern mindestens 14 Tage braucht. Frühphasen der Borreliose bleiben somit unerkannt. Der Test muss möglicherweise in diesen Fällen nach drei Wochen wiederholt werden. In der Spätphase einer Borreliose sind Antikörper fast immer nachweisbar.  

Schutz gegen Borreliose
Nach jedem Aufenthalt in der Natur sollte der Körper auf Zecken abgesucht werden. Zecken sollten nur mit geeigneten Geräten  entfernt werden. Das Entfernen mit Öl, Klebstoffen Abbrennen und Ähnlichem sollte vermieden werden. Ebenso das Quetschen mit den Fingernägeln, um Zecken zu entfernen. Die Zecke kommt durch solche Manipulationen in Todesangst, so dass sie schlagartig den Darminhalt samt Erreger in den Wirt entleeren würde. Außerdem kann der Zeckenschutz mit diversen abhaltenden Substanzen erfolgen.

Impfung gegen Übertragung
Eine Impfung soll eine Übertragung der Borreliose verhindern. Ein Befall mit Zecken wird durch die Impfung aber nicht verhindert. Der optimale Impfzeitpunkt liegt im Oktober bis Februar. Dadurch wird ein gewisser Impfschutz vor dem Aktivwerden der Zecken aufgebaut. Die Impfungen sind jährlich zu wiederholen. In bekannten Borreliengebieten wird sogar eine halbjährliche Impfung empfohlen. Ein Nachteil des zur Zeit auf dem Markt befindlichen Impfstoffes ist, dass man wie bei der Grippeimpfung nicht weiß, welcher Borrelien-Stamm gerade als Krankheitsauslöser vorliegt.  

Antibiotika und Homöopathie
Antibiotika können den Folgen einer Borreliose Einhalt gebieten. Borrelien können aber unter dem Einfluss von einer Antibiotika Therapie zellwandfreie Formen bilden, die ihrerseits vom Immunsystem nicht mehr als Borrelien Erreger wahrgenommen und bekämpft werden. Geheilt geglaubte Infektionen können daher immer wieder aufflammen.

Die Homöopathie hat ebenfalls Therapievorschläge zur Borrelienbehandlung. Sie muss aber - wie alle Krankheiten in der Homöopathie - extra für den einzelnen Patienten erarbeitet werden.

Gelenksprobleme und Lahmheit
Das dominierende Bild der Hunde-Borreliose sind Gelenksprobleme (Lyme Arthritis). Die Gelenke weisen schmerzhafte Schwellungen auf, mit der Folge Lahmheiten an wechselnden Stellen und Extremitäten.
 

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